Handlungsfaehigkeit unter Hochstress

Leistungsfähigkeit im Hochstress

> Zielgruppe Nutzen Seminarinhalte  – Referenten

Maßnahmen, die unter Hochstress beschlossen werden, können verheerende Folgen haben. Ein Beispiel dazu sind die Fehleinschätzungen und Fehlhandlungen bei der Katastrophe von Fukushima.

Aber auch im Unternehmensumfeld erleben Führungskräfte Zeiten, in denen sie extremen Stresssituationen ausgesetzt sind. Unter hohem Zeitdruck müssen sie komplexe Sachverhalte erfassen, unvollständige sowie teilweise widersprüchliche Informationen verarbeiten und die richtigen Schlussfolgerungen ziehen. Je kritischer und dynamischer eine Situation ist, desto schwerwiegender kann ein Fehler für die Organisation sein und desto erfolgskritischer wird es, Ruhe zu bewahren, mit kühlem Kopf zu analysieren und überlegt zu handeln.

Im Seminar Leistungsfähigkeit im Hochstress (HST) lernen die Teilnehmer, Techniken aus der Psychologie in der Praxis anzuwenden.

Sie erfahren, wie sie ihre kognitive Leistungsfähigkeit in Hochstressphasen bewahren und lernen, mit widersprüchlichen oder unvollständigen Informationen umzugehen. Das Seminar ist so konzipiert, dass es als Vertiefung des Seminars Leistungsmanagement: Führung, Resilienz, Stressmanagement belegt werden kann.

 

Zielgruppe

Das Seminar richtet sich an Führungskräfte, die Ihre Stärken, aber auch Ihre Grenzen unter Hochstress ausloten möchten. Sie erlernen Techniken, wie sie unter extremen Stresssituationen leistungsfähig bleiben. Führungserfahrung ist von Vorteil, aber kein Muss. Das Seminar eignet sich auch für Nachwuchsführungskräfte zur Potentialeinschätzung.

 

Nutzen

Die Teilnehmer lernen ihre emotionalen und kognitiven Grenzen in Situationen mit hohem Zeit- und Handlungsdruck kennen.  Sie analysieren konkrete Fälle aus der Praxis und erarbeiten typische Fehler und Fallen in Krisensituationen. Mithilfe der Fakultät bewerten sie ihr Führungsverhalten  unter Zeit-, Entscheidungs-, und Handlungsdruck.

 

Seminarinhalte

  • Umgang mit Entscheidungsdruck
  • Emotionale und kognitive Grenzen in Hochstresssituationen
  • Kreativität und logische Denkfähigkeit bewahren
  • Widersprüchliche und unvollständige Informationen bewerten und verarbeiten
  • Situationen und Personen einschätzen
  • Handlungsszenarien entwickeln
  • Eigene Stärken und Schwächen in extremen Stresssituation erkennen und damit umgehen können

 

Referenten

Dr. Karin Häring (Seminarleiterin)

ist ESMT Berlin Seminarleiterin und seit über zwanzig Jahren in der Führungskräfteentwicklung tätig. Sie ist zertifizierter Coach. Zu ihren Interessenschwerpunkten zählen Teamentwicklung, Teamführung und Veränderungsmanagement. Sie ist Mitherausgeberin von Führungskompetenzen lernen (Schäffer- Poeschel, Stuttgart, 2013).

 

Professor Dr. Sven Litzcke

Ist ESMT Berlin Visiting Lecturer und Inhaber der Professur für Human Resource Management und Wirtschaftspsychologie an der Hochschule Hannover. Er forscht über Kontraproduktivität und ist Herausgeber der Open-Access-Schriftenreihe Personalpsychologie. Über seine zahlreichen Beiträge in Fachpublikationen hinaus ist er der Co-Autor von Stress, Mobbing, Burn-out am Arbeitsplatz (Springer Heidelberg, 2012); Korruption: Risikofaktor Mensch (Springer VS Wiesbaden, 2012) und Mitherausgeber von Führungskompetenzen lernen (Schäffer-Poeschel, Stuttgart, 2013).

 

Alexander Horn

ist deutscher Fallanalytiker und seit 1998 Leiter der bayerischen Dienststelle für Operative Fallanalyse. In dieser Funktion berät er die Leiter von Sonderkommissionen im In- und Ausland bei  Entscheidungsprozessen in Fällen von Serien- und Sexualmorden sowie herausragenden Bedrohungslagen. Er war maßgeblich an der Aufklärung öffentlichkeitswirksamer Ermittlungen wie beispielsweise der Mordserie des "Maskenmanns" beteiligt. Seine Erfahrungen in der Verhaltensbewertung und der Beratung von Entscheidungsträgern hat er unter anderem in Die Logik der Tat (Droemer München 2014) veröffentlicht.